Binance Auszahlung Gebühren

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Überblick

Binance ist eine der größten und beliebtesten Kryptowährungsbörsen der Welt. Die Plattform ermöglicht den Kauf, Verkauf und Handel von hunderten digitalen Währungen. Wenn man Guthaben von Binance auszahlen möchte, fallen jedoch bestimmte Gebühren an. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige zu den Auszahlungsgebühren bei Binance.

Welche Binance Gebühren gibt es?

Binance erhebt verschiedene Gebühren für die Nutzung der Handelsplattform und die Durchführung von Transaktionen. Zu den Binance Gebühren gehören:

  • Handelsgebühren (Trading Fees): Bei jedem Trade (Kauf/Verkauf von Kryptowährungen) berechnet Binance eine prozentuale Handelsgebühr basierend auf dem Volumen des Trades. Je nach VIP-Level beträgt die Gebühr zwischen 0,1% und 0,075%.
  • Ein- und Auszahlungsgebühren: Für die Einzahlung und Auszahlung von Fiat-Währungen (EUR, USD etc.) und Kryptowährungen berechnet Binance in der Regel eine prozentuale Gebühr. Diese ist abhängig von Umfang und Art der Transaktion.
  • Börsengebühren (Exchange Fees): Zu den Binance Exchange Fees zählt z.B. die tägliche Gebühr für den Margin Handel mit Krypto. Hier werden zusätzlich auch Zinsen fällig.
  • Verwaltungsgebühren: Wenn ein Binance-Konto länger als ein Jahr inaktiv ist, erhebt die Börse ab dem 2. Jahr sogenannte Inaktivitäts- oder Verwaltungsgebühren.
  • Netzwerkgebühren: Bei Auszahlungen kommen noch die Transaktionsgebühren der jeweiligen Blockchain hinzu (z.B. Gas bei Ethereum).

Zusätzlich verdient Binance am Spread zwischen den gehandelten Assets. In Summe fallen damit je nach genutzten Funktionen unterschiedlich hohe Binance Gebühren an.

Gebührenübersicht

Binance berechnet für Auszahlungen je nach Art der Transaktion unterschiedliche Gebühren. Grundsätzlich gibt es Gebühren für:

  • Fiat-Auszahlungen (z.B. Euro)
  • Kryptowährungs-Auszahlungen (z.B. Bitcoin)
  • Netzwerkgebühren der jeweiligen Blockchain
  • Weitere Kosten (z.B. für Kreditkartenzahlungen)

Die konkreten Gebührensätze hängen vom jeweiligen Auszahlungsweg und der gewählten Kryptowährung ab. Im Folgenden gehen wir detailliert auf die verschiedenen Auszahlungsoptionen und zugehörigen Kosten ein.

Ein- und Auszahlungsgebühren auf Binance

Für die Einzahlung und Auszahlung von Guthaben berechnet Binance bestimmte Gebühren. Diese variieren je nach gewählter Ein- und Auszahlungsmethode:

Einzahlungsgebühren

  • Banküberweisung: kostenlos
  • Kreditkarte: bis zu 3,5% des Einzahlungsbetrags
  • P2P-Handel: kostenlos (nur Gebühren für Verkäufer)

Bei Kryptowährung-Einzahlungen fallen grundsätzlich keine Gebühren von Binance an. Allerdings können Netzwerkgebühren der jeweiligen Blockchain anfallen.

Auszahlungsgebühren

  • Banküberweisung: 0,9% des Auszahlungsbetrags
  • Kryptowährungen: abhängig von Netzwerk, ähnlich den Einzahlungen

Zusätzlich berechnet Binance in der Regel Mindestgebühren, wenn sehr kleine Beträge eingezahlt oder ausgezahlt werden.

Um unnötig hohe Gebühren zu vermeiden, sollten Binance-Nutzer daher auf eine kostengünstige Einzahlmethode (z.B. Banküberweisung) achten. Bei Auszahlungen können günstigere Kryptowährungen wie Litecoin oder XRP genutzt werden.

Hier ist eine Tabelle mit einem Vergleich der Binance Auszahlungsgebühren für verschiedene Kryptowährungen:

KryptowährungAuszahlungsgebühr
Bitcoin (BTC)0,0005 BTC
Ethereum (ETH)0,003 ETH
Litecoin (LTC)0,001 LTC
Bitcoin Cash (BCH)0,0001 BCH
EOS0,1 EOS
Stellar (XLM)0,01 XLM
Cardano (ADA)1 ADA
Dogecoin (DOGE)1 DOGE
Polkadot (DOT)0,1 DOT
Uniswap (UNI)0,7 UNI

Diese Tabelle gibt einen Überblick über die Auszahlungsgebühren, die Binance für einige der Top Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung berechnet. Die Gebühren werden pro Auszahlung erhoben und variieren je nach Blockchain Netzwerk.

Wie man sehen kann, fallen für Bitcoin Auszahlungen mit 0,0005 BTC pro Überweisung die höchsten Gebühren an. Währenddessen haben Stellar und Cardano relativ niedrige Gebühren.

Die Auszahlungsgebühren können sich im Laufe der Zeit je nach Marktbedingungen und Netzwerkauslastung ändern. Aber diese Tabelle bietet einen aktuellen Überblick.

Gebühren für Fiat-Auszahlungen

Möchte man Guthaben von Binance auf sein Bankkonto auszahlen lassen, fallen Gebühren zwischen 0,9% und 2,5% an. Die konkrete Höhe ist abhängig von folgenden Faktoren:

  • Auszahlungsweg: Am günstigsten ist eine Standard-Banküberweisung mit 0,9% Gebühr. Bei Sofortüberweisungen über Dienstleister wie ClearJunction betragen die Gebühren 2,5%.
  • Volumen: Bei Auszahlungen unter 200 EUR bzw. 200 USD erhöht sich die Gebühr um einen Festbetrag (z.B. 4 EUR).
  • Währung: Für Auszahlungen in exotischere Fiat-Währungen können höhere Gebühren anfallen.

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der Binance-Gebühren für Fiat-Auszahlungen:

AuszahlungswegGebühr
Standard-Überweisung0,9%
Sofortüberweisung2,5%

Gebühren für Kryptowährungs-Auszahlungen

Auch für die Auszahlung von Kryptowährungen von Binance berechnet die Börse bestimmte Gebühren. Diese sind von der jeweiligen Blockchain des Coins abhängig. Bitcoin-Transaktionen sind beispielsweise teurer als Auszahlungen in XRP.

Folgende Faktoren beeinflussen die Gebühren für Krypto-Auszahlungen bei Binance:

  • Art der Coins: Jede Kryptowährung hat ihre eigenen Transaktionskosten. So zahlt man für BTC mehr als für XLM.
  • Blockchain-Status: Bei Überlastung einer Blockchain steigen die Gebühren deutlich an. Dies war z.B. 2017 bei Bitcoin und 2021 bei Ethereum der Fall.
  • Transaktionsvolumen: Je höher die Auszahlungssumme, desto höher die Netzwerkgebühr.
  • Adressformat: Für SegWit-Adressen fallen geringere Gebühren an als für Legacy-Adressen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die ungefähren Krypto-Auszahlungsgebühren für gängige Coins bei Binance aufgeführt:

KryptowährungDurchschnittliche Gebühr
Bitcoin (BTC)1 EUR
Ethereum (ETH)0,50 EUR
Litecoin (LTC)0,10 EUR
Ripple (XRP)0,01 EUR

Netzwerkgebühren

Zusätzlich zu den eigentlichen Auszahlungsgebühren von Binance müssen Nutzer sogenannte Netzwerkgebühren der jeweiligen Blockchains tragen. Diese fallen für jede Transaktion auf einer Blockchain an und werden nicht von Binance festgelegt.

Beispiele für Netzwerkgebühren:

  • Bitcoin: Transaktionsgebühr an Miner für Verarbeitung & Absicherung
  • Ethereum: Gas-Fees für Ausführung von Smart Contracts
  • Litecoin: Gebühren zur Verhinderung von Spam-Transaktionen

Die Netzwerkgebühren schwanken je nach Auslastung und können gerade bei Bitcoin und Ethereum sehr hoch ausfallen. Vor einer Auszahlung sollte man daher stets die aktuellen Gebühren überprüfen.

Sonstige Kosten

Abhängig von der gewählten Ein- und Auszahlungsmethode können bei Binance noch weitere Gebühren anfallen, wie zum Beispiel:

  • Kreditkarten-Gebühren: Für Kreditkarteneinzahlungen und -auszahlungen berechnet Binance Gebühren bis 3,5%. Diese hängen u.a. von Kartenanbieter und Region ab.
  • Mindesteinzahlung: Für viele Zahlungsarten gibt es bei Binance eine Mindesteinzahlung, um Gebühren zu vermeiden. Bei Kreditkarten sind es z.B. meistens 10 EUR.
  • Spread: Beim Kauf und Verkauf von Coins verdient Binance am Spread zwischen Angebots- und Nachfragekurs. Dieser ist je nach Marktliquidiät der Coins unterschiedlich hoch.
  • Inaktivitätsgebühr: Wenn man ein Binance-Konto länger als ein Jahr nicht nutzt, fallen ab dem 2. Jahr inaktive Gebühren an.

Beispielhafte Gebührenberechnung

Angenommen Sie haben 5 ETH auf Binance und möchten diese auf Ihr externes Wallet auszahlen:

  • 5 ETH zu Kurs 750 EUR = 3750 EUR
  • ETH-Netzwerkgebühr von 0,01 ETH = 7,50 EUR
  • Binance-Gebühr 0,0005 ETH = 0,38 EUR

Insgesamt würde die Auszahlung von 5 ETH in diesem Beispiel also Netzwerk- und Auszahlungsgebühren in Höhe von 7,88 EUR verursachen. Diese Gebühren werden direkt von der auszuzahlenden Summe abgezogen.

Die Binance Gebühren im Konkurrenzvergleich

Binance zählt zu den größten und beliebtesten Kryptobörsen weltweit. Aufgrund des benutzerfreundlichen Angebots und der vergleichsweise niedrigen Gebühren konnte sich Binance eine treue Nutzerbasis aufbauen. Doch wie schneidet die Plattform im Vergleich zur Konkurrenz bezüglich der Handels- und Transaktionskosten ab?

Ein Blick auf die Handelsgebühren (Trading Fees) zeigt, dass Binance durchaus wettbewerbsfähig ist. Mit Maker- und Taker-Fees zwischen 0,1% und 0,075% (je nach VIP-Level) liegt Binance auf Augenhöhe mit anderen führenden Börsen. Handelsriesen wie Coinbase und Kraken berechnen vergleichbare prozentuale Gebühren.

Bei den Ein- und Auszahlungsgebühren kann Binance teilweise punkten. Insbesondere Kryptowährungstransaktionen sind häufig günstiger als bei anderen Anbietern. Allerdings fallen für bestimmte Fiat-Ein- und Auszahlungen (z.B. per Kreditkarte) teils höhere Gebühren an als etwa bei Coinbase.

In puncto Netzwerkgebühren und Spreads hat Binance nur bedingt Einfluss, da diese maßgeblich von Angebot und Nachfrage der gehandelten Assets abhängen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Binance preislich meist auf Augenhöhe mit Konkurrenzplattformen liegt oder diese sogar zum Teil unterbietet. Gerade für aktive Trader bleibt die Börse daher erste Wahl.

KategorieBinanceCoinbaseKrakenBitpanda
Handelsgebühr0,1% (VIP 0,075%)0,5%0,16% – 0,26%1,49%
Einzahlungsgebühren0% (Krypto)0% (Bank)bis zu 3,5% (Karte)1,49%0% (Bank)bis zu 3,75% (+0,25%) (Karte)1,49%
Auszahlungsgebühren0,9% (Bank)variabel (Krypto)1,49%0,09€ – 0,19€ (SEPA)1% bis 5% (Krypto)1,49%
Kryptowährungen500+60+100+15+
Hebelhandelbis zu 2x
KundensupportEnglisch/ChinesischMehrsprachigEnglisch/DeutschDeutsch/Englisch
VorteileNachteile
Zehntausende HandelspaareGeringe HandelsgebührenHohe LiquiditätSupport nur Englisch/ChinesischHohe Kreditkartengebühren

Wie man sieht, gehört Binance preislich meist zur Spitzengruppe der Börsen. Insbesondere sehr aktive Trader profitieren von äußerst niedrigen Trading Fees und der großen Anzahl handelbarer Kryptowährungen. Nachteile sind höhere Kreditkartengebühren und der nur englisch-/chinesischsprachige Support. In puncto Handel bleibt Binance anderen Börsen aber überlegen.

Fazit

Binance berechnet für Einzahlungen und Auszahlungen variierende Gebühren. Diese hängen von Faktoren wie Volumen, Blockchain und gewählter Transfermethode ab.

Insbesondere für Bitcoin-, Ethereum- oder Kreditkartentransaktionen können die Gebühren mit mehreren Prozent sehr hoch ausfallen. Kleinere Coins wie Litecoin oder Ripple sind in der Regel deutlich günstiger.

Um unnötige Gebühren zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor jeder Transaktion die aktuellen Kosten bei Binance zu überprüfen. Oft lohnt sich auch ein Wechsel auf günstigere Auszahlungsoptionen.

FAQs

Welche Gebühren fallen für SEPA-Auszahlungen bei Binance an?

Für Standard-SEPA-Überweisungen berechnet Binance eine Gebühr von 0,9%. Bei Eilüberweisungen über PSPs können es auch bis zu 2,5% sein. Hinzu kommen ggf. Netzwerkgebühren.

Gibt es einen Gebührenrechner für Binance?

Ja, Binance bietet einen eigenen Gebührenrechner auf seiner Website an. Dort kann man genau berechnen, welche Auszahlungskosten für die jeweilige Transaktion anfallen.

Warum variieren die Gebühren für eine Krypto-Auszahlung bei Binance?

Die Auszahlungsgebühren bei Binance hängen von Faktoren wie der Blockchain, dem Transaktionsvolumen und der Netzwerkauslastung ab. Je nach Nachfrage und Angebot schwanken daher die Kosten.

Kann man die Auszahlungsgebühren bei Binance umgehen?

Die Binance-Gebühren und Netzwerk-Fees lassen sich nicht umgehen. Man kann aber durch die Wahl günstigerer Coins und Transferwege die Kosten deutlich senken.

Wohin kann man Kryptowährungen von Binance auszahlen?

Binance ermöglicht die Auszahlung auf eine Vielzahl externer Wallets sowie Börsen-Accounts. Infrage kommen etwa Software-, Hardware- und Paper-Wallets von Anbietern wie Exodus, Ledger oder ZenGo. Auch die Überweisung an andere Exchange-Profile ist möglich.

Wie lange dauert eine Bitcoin-Auszahlung von Binance?

Die Dauer einer Bitcoin-Auszahlung hängt von der Netzwerkgebühr und der aktuellen Auslastung ab. In der Regel werden Überweisungen aber innerhalb von 30-60 Minuten bestätigt. Bei einer niedrigen Tx-Fee kann es auch mal 1-2 Stunden dauern.

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